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Muckich.de ist unser Blog über das Leben als Familie mit hochbegabten Kindern.

Probealarm

Es ist Donnerstag, der 05.09.2019, genau 10 Uhr. Ich sitze an meinem Schreibtisch. Draußen starten die Sirenen - vorher hat die Warn-App-Nina informiert, gestern auch Radio, Tageszeitungen und das Internet.

Die Sirenen heulen. Jedes Mal bekomme ich eine Gänsehaut. Ich habe nie einen Krieg miterlebt. Was für ein Glück! Trotzdem bekomme ich Gänsehaut. Obwohl ich weiß, dass es nur ein Probealarm ist. 

Wie müssen all die sich fühlen, denen der Sirenenalarm noch in guter Erinnerung ist. Die nicht vorher gewarnt wurden, sondern beim ersten Ton schnell in den Keller rennen oder den Luftschutzbunker aufsuchen mussten? Sie leben noch mitten unter uns, die Kriegsgeneration. Und die Jüngeren, die aus anderen Ländern vor dem Krieg zu uns geflohen sind, um Schutz zu suchen. Was macht das mit denen, wenn sie Sirenen hören?

Und dann gibt es in diesem Land eine "Partei", die Hass schürt, die inzwischen ungestraft wieder schlimmste Propaganda, ja, Lügen verbreiten darf die niemals Lösungen präsentiert, aber mit dem Finger auf andere Menschen zeigt und diese beschuldigt Dinge zu tun, die sie niemals tun würden. 

Letzte Woche war ich auf einer Veranstaltung, die dagegen protestiert hat. Mit meinem Sohn, dem ich vorher alles genau erklärt habe. Wir haben protestiert gegen einen der übelsten Sorte, ich mag gar nicht wiederholen, was er gebetsmühlenartig (haha) sieben(!) Stunden lang von sich gegeben hat, in unserer schönen Stadt. Eingeladen von der AfD. Zum Glück, ...

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"Was machst du eigentlich den ganzen Tag?" und "Wochenende in Bildern" in einem Blogbeitrag

Für mich fing das Wochenende schon am Freitag an - es war mein Dienstwochenende und begann schon am Freitag mit Spätdienst. 

Nachdem ich morgens um 6.15 Uhr aufgestanden bin, hatten wir natürlich erstmal den üblichen Morgenwahnsinn zu bewältigen. Der Mann musste heute außer der Reihe zur Arbeit (sonst macht er freitags Homeoffice) und war schon weg, ich war also wie auch sonst in der Woche morgens allein mit den Kindern.
Irgendwann hatten wir aber gefrühstückt, Zähne geputzt und die Kinder waren auf dem Weg zur Schule. Das ist für mich oft schon mal der erste Moment im Tag, in dem ich einmal tief durchatmen muss. ;-)

Weil ich wusste, dass noch ein turbulentes Wochenende auf mich zukommt, habe ich den Vormittag etwas ruhiger angehen lassen und erstmal den Garten bewässert, während ich noch einen Kaffee getrunken habe. 

Dann habe ich noch einen Kuchen gebacken für das Hospiz-Sommerferst am Samstag und mein Mittagessen vorbereitet. Ich hatte auch noch die Gelegenheit, es draußen im Garten zu genießen, bevor die Kinder wieder eintrudelten. Es gab Matjes auf Chicoree und Radicchio mit Apfel. Low-Carb und sehr lecker!
Ein bisschen saß ich auf glühenden Kohlen, denn ich musste los zum Spätdienst und der Mann war noch nicht von der Arbeit zurück. Die Tochter konnte ich aber noch in Empfang nehmen und glücklicherweise klappt es inzwischen ganz gut, dass sie auch mal eine halbe Stunde allein bleiben kann bzw. der große Bruder kam dann auch wenig später, ...

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Was machst du eigentlich den ganzen Tag? im März 2019

...wieder mit Verspätung, denn eigentlich versammeln sich alle mit ihren Blogbeiträgen bei Frau Brüllen immer schon am 5. eines Monats.

Ich berichte euch hier aum von unserem 5.März, allerdings bereits mit zwei Tagen Verspätung. So viel zum Thema "Was machst du denn eigentlich den ganzen Tag?" - gestern bin ich einfach nicht dazu gekommen, zu voll war meine To-Do-Liste (die ich leider auch nicht ganz geschafft habe).

Vorgestern aber, da viel der 5. dieses Mal auf den Veilchendienstag. Beide Kinder hatten keine Schule und der Mann einen Urlaubstag. Ich habe mir allerdings trotzdem den Wecker gestellt, denn ich hatte eine Verabredung in der Kochschule mit einem Weinhändler, der hier demnächst Kurse anbieten wird und ich musste noch aufräumen vom Kochkurs am Vorabend, auch wenn die Teilnehmer schon super fleißig mitgeholfen hatten. Spülmaschine ein- und ausräumen, noch ein paar große Teile spülen, Tischdecken und Geschirrtücher zum Waschen einsammeln, Müll entsorgen, da bleibt immer noch einiges übrig, was ich gern am Folgetag erledige, wenn es abends zu spät wird. 

Der Tag fing aber viel besser an: Ich stand unter der Dusche, als vorsichtig Alex einen Kopf durch die Badezimmertür steckte und fragte: "Mama, du trinkst einen Kaffee doch mit Milch, oder?" "Ja." sagte ich und dachte: "Oh, das ist aber nett, er kocht schon mal Kaffee? Dann beeile ich mich mal, damit ich den noch warm zu trinken bekomme...".
Wenig später scheppert es wieder an der ...

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Vertreter an der Haustür

Lieber Vertreter, der an meiner Haustür klingelt:

Erstens - es reißt mich aus meiner Arbeit heraus, was auch immer ich gerade mache. Du bringst leider kein Paket, auf das ich mich gefreut habe, so wie der Paketbote. Du bringst Werbung. Du möchtest etwas verkaufen. 

Zweitens - die meisten Dinge, die an Haustüren verkauft werden (wollen) habe ich schon, brauche ich nicht und will ich auch gar nicht. Wenn du also trotzdem etwas loswerden willst, oder zumindest ein offenes Ohr wünschst, dann erwarte ich zumindest ein höfliches Auftreten.

Was ich gar nicht, wirklich gar nicht leiden kann, (also so richtig GAR nicht!) ist es, wenn du ...

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Kindheitserinnerungen

Wenn ich meinen Kindern so beim Wachsen zusehe, erinnere ich mich immer wieder auch an meine eigene Kindheit. Ein paar dieser Erinnerungen möchte ich hier gerne aufschreiben. 

Meine Oma wohnte damals bei uns gegenüber und war fast jeden Tag bei uns - sie hat mittags das Essen gekocht, uns betreut und gehörte einfach mit dazu. Eines Mittags war ich mit ihr allein und sie hatte für mich aus den letzten Pflaumen des Jahres einen duftenden Pflaumenpfannkuchen gebacken. Den mochte sie übrigens selbst total gerne - sie liebte Pflaumen - aber da es nicht mehr viele Pflaumen gab, bekam ich ihn und für die Anderen hatte sie dann noch

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