muckich.

Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

von Mama
am 05.09.2016 10:39

Heute ist der 5. September und wie an jedem Fünften eines Montags sammelt Frau Brüllen im Blog "Gut Gebrüllt" Links von allen, die erzählen, was sie eigentlich den ganzen Tag so machen

Ich fange einfach mal an, auch wenn der Tag noch nicht einmal zur Hälfte vorüber ist. Nachher muss ich arbeiten und dann gibt es vielleicht nicht mehr so viel zu berichten. Heute abend werde ich den Blogbeitrag dann nochmal aktualisieren!

Zu allem Übel ist heute auch noch Montag. Wie beginnt so ein Tag?

06.30Uhr. Ich werde wach. Durch ein hässliches Geräusch - dem Klingeln des Weckers. Dreimal habe ich heute die Snooze-Taste gedrückt, bevor der Mann dann doch zuerst aufgestanden ist (eine Ausnahme, dass er zu Hause ist - er macht heute Homeoffice). Wir waren zwar ausnahmsweise für unsere Verhältnisse recht früh im Bett, sind aber noch platt von gestern.

Die lieben Kinder schlafen noch dermaßen tief und fest, dass es eine ganze Weile braucht, sie wach zu kitzeln. Kati hat heute zuerst Schule. Nach einigen Diskussionen um die Klamotten - die eine Hose ist zu eng, die andere gefällt ihr nicht - schafft sie es dann doch, angezogen am Küchentisch zu sitzen und mit uns zu frühstücken, während wir parallel dazu schon man Alex langsam wecken. 

07.50 Uhr. Die Zeit rennt, ich treibe Kati an, was natürlich eher das Gegenteil bewirkt bei unserer Trödelqueen. Letztendlich schaffen wir es ungefähr eine Minute, bevor es in der Schule zum ersten Mal klingelt, ins Auto und düsen los (natürlich nicht mit überhöhter Geschwindigkeit, was denkt ihr denn...?). An der Schule eingeparkt, müssen wir noch ein Stück laufen, und zwar ganz schön schnell. Ich kann sie auch nicht alleine losschicken, weil sie die schwere Eingangstür der Schule noch nicht allein aufbekommt. Also schnell über den Schulhof geflitzt, Tür aufgehalten, Treppe rauf schafft sie dann alleine und schon klingelt es zum zweiten Mal. Puh, gerade noch geschafft. In dem Gewusel, in dem 29 Erstklässler Jacken aufhängen und sich die Hausschuhe anziehen, wird das nicht weiter auffallen. ;-)

08.15 Uhr. Alex hat inzwischen auch gefrühstückt und sich angezogen. Auch ihn treibe ich ein wenig zur Eile an. Beim Anziehen der Schuhe jammert er aber über Schmerzen - er ist vorgestern mit dem Fahrrad gestürzt und hat diverse echt fiese Schürfwunden. Eine davon sitzt direkt am Knöchel und der Schuh drückt. Also entscheide ich, auch ihn zur Schule zu fahren und setzte mich erneut ins Auto. Dafür haben wir jetzt allerdings Ruhe und müssen uns nicht mehr beeilen. 

08.45 Uhr. Ich trudele wieder zu Hause ein, mache mir noch einen Kaffee und setze mich an den Laptop. Ich schreibe einen kurzen Bericht über das Wochenende für meine Webseite, bestücke einen Artikel des Foodblogs mit neuen Fotos (die ich schnell schieße) und verlinke zwei Rezepte, poste den Artikel auf Facebook. Dabei trinke ich noch zwei Tassen Kaffee. Morgens geht das. Nachmittags muss ich seit einiger Zeit leider koffeinfrei bleiben, weil ich sonst nachts nicht schlafen kann. 

10.30 Uhr. Ich hüpfe schnell noch unter die Dusche,um mir die Haare zu waschen, weil ich gestern fünf Stunden im Wind stand und eine entsprechende Sturmfrisur habe, die ich heute morgen nur notdürfig bändigen konnte (keine Fotos!) Dann gehe ich auch schon wieder los, um Kati aus der Schule abzuholen. Diesen Weg werde ich dann aber zu Fuß erledigen. 

Um 13.15 Uhr muss ich dann los zur Arbeit - ich habe heute Spätdienst im Hospiz (eingesprungen, weil Kollegen krank sind). Was dazwischen noch passiert, werde ich wohl erst heute abend aufschreiben können!

Und dann kommt es doch immer anders, als man es sich vorgestellt hat

Wie ging es weiter?

Mir fällt unter der Dusche ein, dass ich eigentlich ja gar nichts für's Mittagessen im Haus habe! Jedenfalls nichts, was die Kinder auch mögen. Also fahre ich doch mit dem Auto, denn schräg gegenüber der Schule gibt es einen Supermarkt. Dort drehe ich noch schnell eine Runde und kaufe leckeren Lachs, den es dann zu dem übrigen Linsen-Kokos-Salat von gestern gibt. Die Kinder bekommen Fischstäbchen und Kartoffelpürree (Banausen!) und dazu gibt es Blumenkohl. 

13.25 Uhr. Zehn Minuten später als geplant springe ich ins Auto und fahre zur Arbeit. Ich komme gut durch den Verkehr, muss dann aber drei Runden drehen, bis ich endlich einen Parkplatz gefunden habe. Gerade noch rechtzeitig erreiche ich meinen Arbeitsplatz und werde fröhlich begrüßt von den Kolleginnen. Eine habe ich länger nicht gesehen, da wir nacheinander Urlaub hatten. Ich finde es schön, wenn man sich dann über ein Wiedersehen freut.

Nachmittags ist es auf Station eher ruhig. Wir haben Zeit, uns mit einer Patientin zu Kaffee und Kuchen gemeinsam an den Tisch zu setzen; eine ganz liebe Ehrenamtlerin kommt auch noch dazu. Später ist dann ein bisschen mehr zu tun und gegen Abend kommen wir ein bisschen ans Rotieren, weil viele Dinge gleichzeitig passieren. Trotzdem sind meine Kollegin und ich gut gelaunt und es macht Spaß. Im Hospiz geht es oft so viel menschlicher zu, als ich es vom Krankenhaus kenne. Das spiegelt sich im Umgang mit unseren Gästen und den Angehörigen wider, aber auch im Miteinander der Kollegen und Kolleginnen als Team. Ich bin froh, ein Teil davon sein zu dürfen. <3

20.15 Uhr. Ich habe nun Feierabend, heute stand nur ein "kurzer Spätdienst" auf dem Dienstplan. Ein normaler Dienst ginge sonst bis 22 Uhr. Ich trete aus der Tür, atme erstmal tief durch, weil die Luft so schön ist, und dann laufe ich erstmal in die falsche Richtung, weil ich vergessen habe, wo ich mittags mein Auto abgestellt habe! So gibt es einen kleinen Spaziergang gratis dazu. ;-)

20.30 Uhr. Ich komme zu Hause an, der Mann bringt gerade die Kinder ins Bett und ich sage beiden noch "Gute Nacht" und wir kuscheln nochmal. 

21.00 Uhr. Ich bin zu platt, um den Laptop nochmal aufzuklappen. Der #wmdedgt-Post muss bis morgen warten. 

Der Mann räumt noch den Tisch ab und die Spülmaschine aus. <3 Ich pflanze mich aufs Sofa, lege die Füße hoch, trinke ein Glas Wein und wir erzählen uns noch was vom Tag. Meine Eltern schicken noch eine Nachricht, die ich beantworte, ich lese nochmal in Ruhe den Zeitungsartikel von der Veranstaltung gestern, schaue Nachrichten und dann gehen wir um ca. 23 Uhr ins Bett. Gute Nacht!