muckich.

"Was machst du eigentlich den ganzen Tag?" im Dezember

von Mama
am 06.12.2016 23:20

Wie schafft ihr das nur immer, direkt am Abend des Fünften eure Blogbeiträge online zu stellen? Das gelingt mir nie, dafür ist unser Tag einfach oft zu lang und es wird mir abends zu spät. Deswegen hänge ich jetzt auch einen ganzen Tag hinterher. Aber von vorne - was habe ich gestern gemacht?

06.30 Uhr Der Wecker klingelt. Ziemlich hartnäckig und mehrmals. Der Mann ist zu Hause, da er heute im Homeoffice arbeitet (sonst ist er um die Uhrzeit längst weg) und wir kommen beide nicht richtig aus dem Bett. Es war mal wieder zu spät gestern abend.

06.45 Uhr Wir haben uns doch endlich aus der Bettdecke geschält. Ich wecke die Kinder zum ersten Mal und springe schnell unter die Dusche, während der Mann den Frühstückstisch deckt. Anschließend wecke ich zum zweiten Mal die Kinder. Beim dritten Mal wird das große Licht angenkipst und sie kommen blinzelnd aus ihren Höhlen gekrochen. Anziehen & Co. machen sie zum Glück schon alleine, so dass wir gegen

07.10 Uhr endlich alle gemeinsam am Tisch sitzen. Ich bereite noch die Brotdosen und Trinkflaschen vor, wir stellen fest, dass eine Sorte Brot übers Wochenende leider schimmelig geworden ist und essen stattdessen Porridge und Knäcke, damit für die Schule noch genug Brote geschmiert werden können. Heute dürfen ausnahmsweise ein paar von den Cookies mit in die Brotdosen, die wir am Wochenende gebacken haben. 

 

07.40 Uhr Alex geht aus dem Haus. Zehn Minuten später düse ich im Auto auch mit Kathi los. Es war knapp, aber wir haben es gerade so nach dem ersten Klingeln geschafft (ich habe natürlich nicht direkt vor der Schule geparkt). Ich gehe noch eben in den nahegelegenen Supermarkt, um Brot und Brötchen einzukaufen. Es ist eisig kalt, aber sonnig und daher genieße ich den kurzen Spaziergang sehr, bevor ich zurück nach Hause fahre. Da brauche ich dann erstmal einen zweiten Kaffee und setze mich an den Laptop. Ich schreibe schnell das Rezept für das Mittagessen von gestern auf, bevor ich es vergesse. Ich beantworte E-Mails, die sowohl meine "Kochstun.de" als auch das Ostercamp betreffen, das ich mitorganisiere. Dazwischen geraten noch einige Telefongespräche, z.b. die Zusage für einen finanziellen Zuschuss für das Projekt "Internationales Kochen", bei dem ich mit einem weiteren Ehrenamtler in einer Einrichtung für Geflüchtete mit den dortigen Bewohnern gemeinsam koche. Danke, dass es klappt!

10.30 Uhr Ich sehe auf die Uhr und merke, wie spät es schon geworden ist! In einer Stunde muss ich Kathi abholen und wollte doch eigentlich noch in die Stadt, ein Nikolausgeschenk kaufen (eines fehlt noch). Ich spreche kurz mit dem Mann und er wird das später übernehmen, so dass ich noch Zeit habe, das Mittagessen vorzubereiten (dass die Zeit aber auch immer so rasen muss). Es gibt Kartoffelecken und Fischstäbchen mit Apfelmus. In der Woche muss es halt oft schnell gehen.

11.35 Uhr Ich stehe an der Schule in der Kälte und warte, bis mein Mädchen wie (fast) immer als letzte aus der Schule kommt. Die kleine Träumerin denkt einfach nicht daran, dass ihre Mama draußen steht und friert. Immerhin hat sich die Anschaffung des "Daunenmantel extrawarm" definitiv gelohnt! Der hält mich gut warm, nur den Füßen hilft das leider nicht. 
Zu Hause schiebe ich die vorbereiteten Kartoffeln in den Ofen, Kathi erzählt mir etwas von der Schule und ruck zuck ist die Zeit rum und um

12.50 Uhr kommt auch Alex heim, so dass wir gemeinsam essen können. Anschließend müssen Hausaufgaben gemacht werden. Alex erledigt sie in seinem Zimmer, mit Kathi sitze ich am Küchentisch. Die Aufgaben sind nicht schwer, ich muss sie aber bei Laune halten. Heute wird sie aber recht flott fertig, während Alex eine sehr geniale, aber ziemlich lange Geschichte schreibt. Für Mathe reicht die Zeit leider nicht mehr, denn um 

15.30 Uhr kommt eine Freundin von Kathi und wir fahren alle zusammen zum Sport. Die Freundin hat heute eine Schnupperstunde in Kathis Gruppe. Die Wartezeit verbringen Alex und ich auf dem Sofa im Vorraum und er löst noch die Mathe-im-Advent-Aufgabe des Tages. In der zweiten Stunde ist er dann dran und die beiden Mädels brauchen eine Weile, um sich umzuziehen. Dann spielen sie noch ein bisschen, bis die Mutter der Freundin kommt, um sie abzuholen. Wir quatschen noch ein Weilchen, dann fahren sie los und ich lese Kathi für den Rest der Stunde vor. 

18 Uhr Alex ist mit dem Sport fertig und zieht sich flott um. Beide Kinder packen sich gut mit Schal, Handschuhen und Mütze ein, denn jetzt geht es noch zum Glühweinabend meines ehemaligen Pfadfinderstammes. Außer Glühwein gibt es auch Kakao für die Kinder und es wird Bratwurst gegrillt. Die Kids haben einen Heidenspaß, im Dunklen herumzurennen, auf einen Baum zu klettern und am Feuer zu stehen; ich habe mich riesig gefreut, viele Menschen wiederzutreffen, die ich ewig nicht gesehen habe und bekam noch eine wunderschöne Nachricht von lieben Freunden, bei der ich mich sehr mitfreue! <3

20.30 Uhr Wir kehren heim, der Mann und ich bringen die Kinder ins Bett und erledigen noch ein bisschen Haushaltskram. Wir trinken noch einen Glühwein zusammen und dabei versinke ich unter der Decke auf dem Sofa und schaue Masterchef - eine Kochshow. Einen der Teilnehmer, Lars, habe ich mal bei einem Foodbloggertreffen kennengelernt und drücke ihm natürlich die Daumen. Bis jetzt ist er nicht rausgeflogen - weiter so! :-) Da ich die Sendung erst zeitversetzt angefangen habe, wird es demensprechend spät. Der Mann packt dann noch die Nikolausgeschenke ein und wir räumen die Hälfte der hoffnungsvoll aufgestellten Stiefel wieder weg, um die anderen zu befüllen. ;-) Irgendwie können wir uns aber immernoch nicht aufraffen, ins Bett zu gehen, unterhalten uns noch etwas, lesen die Twitter-Timeline nach, lassen nebenher noch eine Reportage über eine Tierklinik laufen (wtf?) und plötzlich ist es schon wieder nach zwölf. Damit ist der Tag eigentlich zuende, bis wir im Bett angekommen sind, ist es aber schon 

nach 01.00 Uhr nachts. Puuuuh! Der Wecker ist immer so gemein, wenn er einem ausrechnet, wieviele Stunden nur noch für den Schlaf übrig bleiben. Und da wussten wir noch nicht, dass wir ab 

04.00 Uhr abwechselnd beide Kinder im Bett haben würden, die fragten, wann sie denn endlich aufstehen dürften und ob der Nikolaus schon dagewesen sei. 

In diesem Sinne - ich bin müde. Gute Nacht. 

Was die anderen BloggerInnen gestern so erlebt haben, könnt ihr wie immer nachlesen bei WMDEDGT von Frau Brüllen im Blog "Gut Gebrüllt" :-)