muckich.

"Was machst du eigentlich den ganzen Tag?" im Januar

von Mama
am 06.01.2017 12:37

Gestern war wieder der Fünfte im Monat und wie immer wird im Blog "Gut gebrüllt" gefragt, was wir denn alle eigentlich den ganze Tag so machen. Da unsere Tage meist relativ lang sind, schaffe ich es oft erst am nächsten Tag, dann auch den passenden Blogbeitrag dazu zu schreiben. So auch heute. Dieses Mal habe ich aber auch einige Fotos dazu gemacht (ist ja fast wie "12 von 12" ;-) ).

Wie sind wir in den Tag gestartet? Wir haben nochmal ausgeschlafen - es sind ja noch Ferien! Was bedeutet, dass ich bis etwa neun im Bett liegengebieben bin, während die Kinder schon unten herumsprangen. Solange sie sich gut vertragen, habe ich aber keine Eile und drehe mich gern nochmal um oder lese meine Twitter-Timeline, bevor ich mich aus den Decken schäle. 
Gegen neun bin ich dann aufgestanden und habe geduscht, anschließend haben wir gemeinsam gefrühstückt - die Kinder und ich. Der Mann musste heute leider wieder arbeiten, hat aber diese Woche immerhin auch eine kurze Arbeitswoche (Montag und Freitag Urlaub). 

Nach dem Frühstück habe ich schnell ein paar Rezepte herausgesucht und ausgedruckt - heute steht wieder Internationales Kochen mit Geflüchteten auf dem Programm. Den Kindern habe ich erzählt, dass wir dafür noch einkaufen gehen müssen. Das hat sie aber zunächst nicht gekümmert und sie haben so schön miteinander gespielt, dass ich sie gelassen habe. Ich habe mich dann nach dem Schreiben des Einkaufszettels und dem zweiten Kaffee erstmal ums Mittagessen gekümmert. 
Die Kinder fragten, was es gibt und auf meine Antwort: "Selbstgemachte Chicken Nuggets" war die Tochter seeehr skeptisch, ob die auch so schmecken, wie beim gelben M. Ich habe ihnen dann den Film von Jamie Oliver gezeigt, wir haben darüber gesprochen und dann durfte ich loslegen, die Kids gingen wieder spielen und klettern

Wenig später gab es schon Mittagessen (während das im Ofen war, konnte ich schon den entsprechenden Blogbeitrag vorbereiten) und plötzlich war es irgendwie schon fast 14 Uhr geworden! Manchmal vergeht die Zeit irgendwie furchtbar schnell und man weiß gar nicht, wo sie geblieben ist. 

Ich bin dann noch rausgegangen, um die Kaninchen zu füttern und habe bei der Gelegenheit gesehen, dass Kathi beim letzten Mal, als sie draußen gespielt hat, ihre Handschuhe hat liegen lassen. Die waren jetzt am Tisch festgefroren (das "eiskalte Händchen" sozusagen) und sie musste sie erst wieder mit warmem Wasser befreien. 

Das Wetter war herrlich sonnig, die Kinder haben dann noch etwas draußen gespielt. Sie hatten Spaß daran, den trauigen übriggebliebenen Rest des Schneemannes zu zerschlagen und das Eis, das sie in Eimern gefunden haben, zu zerklopfen. Nach einer guten halben Stunde waren sie aber schon wieder durchgefroren und mussten sich drinnen wieder aufwärmen. 

Danach sind wir dann endlich wirklich einkaufen gefahren und haben auf dem Rückweg schnell den Papa vom Bahnhof abgeholt. Zu Hause angekommen habe ich noch die Sachen, die ich zum Kochen von zu Hause mitnehmen wollte, eingepackt (Zwiebeln und Knoblauch aber leider vergessen) und bin dann losgefahren. 

Es war wieder ein sehr schöner, geselliger Abend und ein Teilnehmer hatte zum Glück noch Zwiebeln und Knoblauch im Haus, die er dann gestiftet hat. Das Kochen findet ja in einer Einrichtung statt, wo die Teilnehmer auch ihre Wohnungen haben. So hat es dem Jambalaya an nichts gefehlt. Das Beste war, dass ich das Gericht als typisch für die kreolische Küche (bei Louisiana, USA) vorstellte und eine Afrikanerin dann direkt sagte, das kommt doch eigentlich aus Afrika! Als ich sie aber hinterher fragte, ob es nun so schmeckt, wie sie es kennt, musste sie leider verneinen ;-) Lecker war es, aber halt nicht so, wie sie es aus Afrika kennt. Immerhin hat es wieder allen geschmeckt und ist bis aufs letzte Reiskorn aufgegessen worden. Für strahlende Kinderaugen konnte ich dann nochmal sorgen, als ich zu dem fleißig geschnibbelten Obstalat die Packung Eis auspackte - wenn auch die kleineren Kinder (noch) nicht viel deutsch sprechen, "Eiskrem!!" kannten sie schon! 

Gegen halb zehn hatten wir alles wieder gespült und aufgeräumt und ich habe hinter mir abschlossen, um nach Hause zu fahren. Die Kinder waren schon im Bett und ich habe den Abend mit dem Mann vor dem Fernseher verbracht - wobei er gebloggt und programmiert hat, während ich den zweiten Teil von "Der Medicus" geschaut habe. Im Anschluss lief noch ein alter James Bond, von dem wir noch den Schluss geguckt haben. Herrschaftszeiten, waren die Filme immer schon so abgedreht? Das war ja der reinste Science Fiction-Film! ;-) 

Jedenfalls war es ruck zuck wieder weit nach zwölf Uhr nachts ... husch, husch ins Bett, aber natürlich nicht, ohne nochmal nach den Kindern zu schauen. Heute schliefen sie tatsächlich mal beide in ihren Betten (sonst schleicht sich der ein oder andere zum Einschlafen schon mal gerne in unser Bett). Bei Kathi lagen die Kuscheltiere wieder fein säuberlich am Rand in Zweierreihen, das Ritual dauert manchmal abends eine ganze Weile, bis alle richtig liegen und zugedeckt sind. Sie selbst lag auf der Bettdecke, da musste ich sie hochheben, die Decke herauszupfen und dann konnte ich sie richtig zudecken. Es ist immer so schön, wenn sie dann im Schlaf lächelt und sich nochmal einmuckelt, um seelig weiterzuschlafen. 

Gute Nacht!