muckich.

12 von 12 im Mai

von Mama
am 13.05.2017 17:57

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Okay. Ich will ehrlich sein. Es sind nur 10 von 12 geworden. Danach bin ich einfach vor dem Fernseher eingeschlafen. ;-)

Alex hatte seit dem Vortag plötzlich fürchterliche Schmerzen im Knie. So sehr, dass er gar nicht auftreten konnte. Da es ja immer sehr schwierig ist, einen spontanen Termin beim Orthopäden zu bekommen, haben wir uns sehr früh morgens auf den Weg gemacht. Bei "unserem" Orthopäden muss man (lange) vor acht vor der Tür stehen, dann werden der Reihe nach Termine vergeben und dann muss man seeeehr lange warten. Darauf hatten wir uns auch eingestellt. Ich war positiv überrascht, dass um halb acht noch gar keine lange Schlange vor der Tür stand, kam aber dann sehr schnell dahinter, wieso: 

Puuuuuh, wie ärgerlich. Wir sind also erstmal wieder unverrichteter Dinge nach Hause gefahren und, ich habe mich um punkt acht Uhr in die Warteschleife beim Kinderarzt gehängt und einen Termin für neun Uhr bekommen. Prima, dachte ich, dann kann ich dort auch direkt nach den ausstehenden Ergebnissen von Kathis Blutabnahme fragen. 
Als ich mit Alex die Arztpraxis betrat und die Tür zum Anmeldezimmer öffnete, schaute ich in drei bass erstaunte Augenpaare. Die Ärztin hatte wohl gerade zu ihren MTAs gesagt, sie sollen mich doch bitte mal anrufen und *schwupps* stand ich auch schon im Raum! Gnihihi. Cooler Auftritt. Was dann allerdings nicht mehr so cool war, war das Ergebnis: Nachdem Kathi sich seit über acht Wochen mit schlimmen Hustenanfällen quält, nun die Diagnose - es ist tatsächlich Keuchhusten! Sie soll nun nochmal zwei Wochen lang das richtige Antibiotikum bekommen; im Verlauf dieser Krankheitsphase hatte sie schon zweimal eines bekommen (wegen ihrer Vorbelastung mit Stenose eines Hauptbronchus bekommt sie schneller Antibiotikum als gewöhnlich), nun aber eines, was spezifisch die Keuchhusten-Erreger bekämpft. Und gleich auch noch die Mykoplasmen, die ebenfalls im Blut gefunden wurden und Lungenentzündungen verursachen können. Und das können wir nicht auch noch gebrauchen!!

Nach dem Kinderarzt- und Apothekenbesuch kuschelte ich mich mit Alex aufs Sofa. Wir hatten beide eine unruhige Nacht. Ich war erstens viel zu spät ins Bett gegangen, er war mehrmals wach gewesen, weil sein Knie so schmerzte. Ich legte ihm das Bein hoch, Kühlpack aufs Knie und wenig später war er auch schon eingeschlummert. Das Knie hat übrigens nix Schlimmes, soweit alles ok. Es ist wohl eine Sehnenreizung und er erstmal 7-10 Tage keinen Sport machen. Und wir müssen und um neue Einlagen für die Schuhe bemühen (dass Kinder aber auch immer so schnell wachsen!)

Ich musste aber leider wieder aufstehen und Kathi von der Schule abholen. 
Ich hatte keine Zeit zum Kochen gehabt und wir haben erstmal ein leckeres Müsli mit Erdbeeren gegessen. 

Anschließend war Zeit, etwas zu spielen. Kathi hatte keine Hausaufgaben auf und Alex war ja nicht in der Schule gewesen.

Irgendwann bekamen wir doch Hunger. Der Einfachheit halber haben wir ein amerikanisches Schnellrestaurant angesteuert. An solchen Tagen muss das einfach mal sein. 

Nach dem Essen haben wir alle zusammen noch ein neues Spiel ausprobiert - sehr lustig! Es ist das Würfelspiel* "Kakerlakak"*; und "Kakerlakensalat"* hatte uns auch schon sehr gut gefallen. 

Irgendwie waren wir alle müde und schlapp von der Woche und haben dann einfach (ausnahmsweise) mal den Fernseher angemacht, um noch eine Folge der Sendung mit der Maus aus der Mediathek zu schauen. Irgendwie bin ich dabei wohl auch eingeduselt und habe die Fragen der Kinder immer nur ziemlich genuschelt beantworten können. ;-) 

Später haben die Kinder ein bisschen gemalt und ich konnte mich schnell um meine Polnisch-Hausaufgaben kümmern. Später bin ich dann mit meinem Vater zum Kurs gefahren, während meine Mama auf die Kids aufgepasst hat (der Mann war mit Freunden Kartfahren). 

Ich habe dann die Kinder ins Bett gebracht. Sie durften nämlich mit der Oma aufbleiben, bis ich wieder da bin. Kathi war allerdings schon auf dem Sofa eingeschlafen und ich habe sie in ihr Bett getragen. 
 

Als der Mann dann auch wieder zu Hause war, haben wir uns noch einen Schlummetrunk genehmigt, es gab Gin Tonic. Der hat mich wirklich zum Schlummern gebracht... und ich finde es immer so furchtbar anstrengend, mich nochmal aufzuraffen, dann vom Sofa aufzustehen, um mich bettfertig zu machen. Hab ich aber irgendwie doch geschafft, denn heute morgen bin ich in meinem eigenen Bett erwacht. Ich muss auch ziemlich tief geschlafen haben, denn die Episode, in der Kathi von unten gerufen hat und der Mann sich dann um sie kümmerte, habe ich komplett verpasst. 

 Anmerkung zum Thema Keuchhusten: Ja, Kathi ist natürlich geimpft! Die Auffrischung wäre just genau jetzt dran gewesen, aber die hatten wir aufgeschoben, weil sie ja seit Wochen diesen Infekt hat. Blöder Zufall? Aber wie gut, dass die anderen Kinder in der Klasse geimpft sind! Denn meines Wissens hat sich niemand angesteckt. Ich kann nur jedem empfehlen, den Impfschutz zu kontrollieren und ggf. aufzufrischen. Diese Krankheit (und auch keine andere) wünsche ich wirklich niemandem!! Wir haben seit Wochen immer wieder nächtliche Hustenanfälle, die zum Erbrechen führen; neben allem Elend also wochenlang wenig Schlaf und viele frisch bezogene Betten. Während dieser Zeit hat sich offensichtlich auch mehrmals zu dem Keuchhusten selbst ein weiterer Infekt dazu gesellt, der das Ganze noch verstärkt hat. Mandel- und Mittelohrentzündung können natürlich ein zusätzlicher Infekt sein, werden aber auch bei den Komplikationen des Keuchhustens genannt. Es gibt auch noch viel schlimmere Komplikationen, die Kathi zum Glück (!) nicht bekommen hat. Vielleicht auch, weil sie die Grundimmunisierung durch die erste Impfung ja hatte. Vielleicht konnte der Keuchhusten bei ihr trotz Impfung vielleicht auch schneller ausbrechen, weil sie ja einfach schwierigere gesundheitliche Voraussetzungen hat (siehe oben). 

Das Tückische an dieser Krankheit (das gilt für etliche weitere Krankheiten auch) ist, dass sie zunächst mit sehr unspezifischen Symptomen beginnt. Das ist meist die Phase, in der von dem erkrankten Kind die höchste Ansteckungsgefahr ausgeht - was man aber dann einfach noch nicht weiß, weil die Diagnose oft erst sehr viel später gestellt wird! Man kann also nicht sagen: "Dann isoliere ich das Kind halt, bevor sich jemand anders angesteckt hat." Der einzige wirklich wirksame Schutz ist eine Impfung. Damit schützt man das eigene Kind, aber auch alle anderen Menschen, die aus den unterschiedlichsten Gründen nicht geimpft werden können (weil sie z.B. an einer Immunschwäche leiden, Chemotherapie erhalten, Säuglinge, die noch nicht geimpft werden können etc.). 
Bei uns wurde die Diagnose erst jetzt nach über acht Wochen gestellt. In dieser Phase besteht keine Ansteckungsgefahr mehr.

Ich glaube, dass ich ganz klar für das Impfen bin, ist nun klar geworden. Wir werden wohl noch einige Wochen mit den Nachwirkungen des Keuchhustens zu tun haben. Ich hoffe, dass euch allen das erspart bleibt! 

Hui, was für ein Text entstehen kann, wenn man einfach nur ein paar Bilder aus dem Alltag posten will. ;-) Aber das gehört eben auch zum Alltag dazu, auch wenn ich auf einiges davon manchmal gern verzichten würde. 

Was alle anderen aus ihren 12 Fotos gemacht haben, könnt ihr hier bei "Draußen nur Kännchen" nachlesen.