muckich.

Gut Halfeshof im Neandertal

von Mama
am 15.05.2017 14:59

Kathi ist jetzt endlich auch sechs Jahre alt! ;-) Darauf hat sie sich riesg gefreut und dann war sie an ihrem großen Tag leider krank. Sie konnte nicht in die Schule gehen und schon gar nicht Kindergeburtstag feiern. Mir tat das total Leid, sie hat es aber gut weggesteckt (was ein Zeichen dafür ist, wie schlecht sie tatsächlich dran war). 

Wir haben das Feiern aber natürlich nachgeholt und dann sogar noch großes Glück mit dem Wetter gehabt!

Natürlich hätte ich den Geburtstag wieder selbst ausrichten können, aber ich wollte mal nur für mein Kind da sein und nicht arbeiten müssen und deswegen haben wir gemeinsam überlegt, was wir denn so machen könnten. Schnell stand fest, dass es ein Bauernhof sein soll. Nachdem ich im Internet mehrere gefunden hatte, rief ich im Gut Halfeshof an (weil sie eine ansprechende Internetseite haben - das hilft mir oft bei der Entscheidung) und hatte direkt einen sehr netten Telefonkontakt. Also haben wir dort für den Kindergeburtstag gebucht! Sie waren übrigens auch sehr verständnisvoll, als wir den ersten geplanten Termin wegen der Krankheit absagen bzw. verschieben mussten, das war überhaupt kein Problem. 

Als Kathi also wieder fit war und wir den Ausweichtermin bestätigt hatten, konnte es losgehen: Wir luden zu Hause sieben Mädchen und einen Jungen in zwei Autos und fuhren ins schöne Neandertal. Die Fahrtzeit von uns zu Hause aus betrug nur 20 Minuten. 

Auf dem Hof angekommen, wurden wir freundlich von Herrn Rapp begrüßt und in den Gewölbekeller geführt. Dort war schon nett der Tisch gedeckt und wir stellten unseren selbstgebackenen Kuchen dazu. Währenddessen durfte Kathi schon mal ihre Geschenke auspacken und es stand ein Tisch bereit, auf dem sie ihre Schätze aufstellen konnte. 

Anschließend wurde den Kindern bei leckerem Apfelsaft erklärt, was sie heute erleben dürften. Dann waren sie auch schon kaum mehr zu halten, denn zuerst durften sie zu den Tieren gehen. Es gab Schafe, Ponys und Zebu-Rinder zu bewundern; sie durften gefüttert und gestreichelt werden. (Pssssst... es gibt hier übrigens ein echtes Einhorn!)


Gerne machten die Kinder auch hier schon von den Sonnenliegen Gebrauch. Nach dem Händewaschen gab es erstmal Kuchen bei Kerzenschein im Gewölbekeller und dann startete auch schon die Schatzsuche. Den ersten Hinweis fanden die Kinder noch im Haus, dann ging es los und es mussten Rätsel gelöst werden, um den richtigen Weg zum Piratenschatz zu finden. Unterwegs kamen wir auch noch an total relaxten Schweinen vorbei, fanden zufällig eine Schaufel und hüpften über eine große Gänseblümchenwiese ("versucht mal, bis zum anderen Ende zu rennen, ohne auf ein Gänseblümchen zu treten!" - lustig sah das aus!). Letztendlich wurde tief im Wald der Schatz gefunden und ausgehoben. Das Geburtstagskind durfte natürlich als erstes mit der Schaufel nach der Kiste buddeln. Diese musste dann von den Kindern wieder zurück getragen werden. An dieser Stelle fingen die ersten an zu stöhnen, denn es ging im Wald ganz schon bergauf! ;-)


Als wir wieder zurück auf dem Hof waren, gab es eine kleine Stärkung in Form von Apfelsaft, dann durften die Kids noch die Spielscheune unsicher machen. Hier gibt es mehrere Pferdeboxen zu erkunden und entdecken. Hinter jeder Tür verbirgt sich etwas Anderes - ein Seil zu klettern, ein Holzpferd mit Sattel und Zaumzeug, Schaumstoff für eine Kissenschlacht oder einfach zum Hüpfen, viel Stroh zum gegenseitigen Bewerfen - die Kinder hatten einen Riesenspaß! Darüber hinaus durften sie noch Ponny spielen, es gab Zügel und Leinen und sogar echtes Putzzeug. 

Nach dem Austoben gab es von uns nochmal einen Snack in Form von Laugengebäck, Würstchen, Rohkost und Dips, so dass auch niemand hungrig nach Hause gehen musste. Wenig später mussten wir dann leider schon wieder zurückfahren. Mittags konnten wir dann 8 müde gespielte, glückliche Kinder wieder zu Hause abliefern, sicher den ein oder anderen noch mit einem Halm Stroh im Haar! ;-)

Der Kindergeburtsag dauerte insgesamt 3 Stunden und beinhaltete das Geschirr, den Apfelsaft aus eigenem Anbau (und Wasser für Schorle), das Füttern der Tiere, die Schatzsuche und die Spielscheune. 

Der Hof hält die Tiere nur für den Lehrbetrieb (es wird auch viel mit Kindergärten, Schulen oder Pfadfindern zusammengearbeitet). Ansonsten lebt die Familie vom Ackerbau, vor Allem gibt es Apfelbäume, aber auch Kartoffeln oder Kürbisse. Es gibt einen kleinen Hofladen, bei dem man all das erwerben kann, nebst Bio-Eiern vom benachbarten Bauernhof. Der Apfelsaft schmeckt wunderbar. Wir haben direkt drei Kanister jeweils sortenreinen Apfelsaft mitgenommen, von Apfelsorten, die eher selten sind. Sie passten auch wunderbar zu meinem Kochkurs "Bergsiche Küche"! Da die Schläuche in den Packungen vakuumiert sind, hält sich der Saft auch angebrochen eine ganze Weile (also eigentlich aber nicht, weil er so lecker ist, dass man ihn eh schnell austrinkt). ;-)

Es lohnt sich, auch unabhängig von einer Geburtstagsfeier bei einem Ausflug durchs schöne Bergische Land oder Neantertal mal dort vorbeizuschauen!