muckich.

Was machst du eigentlich den ganzen Tag - im Juli 2017

von Mama
am 06.07.2017 11:10

Hm. Gestern war wieder der Fünfte und die Bloggerwelt fragte sich: "Was machst du eigentlich den ganzen Tag?"

Um 06.30 Uhr klingelte der Wecker. Wie immer. Aber nach nur 4 Stunden Schlaf ganz schön gemein, weswegen ich auch noch ein paar Mal die Schlummertaste bemühen musste. Dann musste ich aber doch eilig aus dem Bett springen und die knötterigen Kinder wecken. Die waren am Abend vorher mal wieder nicht pünktlich im Bett gewesen und taten sich nun ebenso schwer mit dem Aufstehen. 

Während ich unter der Dusche stand gab es noch ein paar Diskussionen um die Klamottenwahl und um kurz nach sieben saßen wir dann endlich am Frühstückstisch. Der erste Kaffee tut mir gut. Wir frühstücken zu dritt (der Papa ist ja dann immer schon weg), befüllen Trinkflaschen und Butterbrotdosen, kontrollieren, ob das Kakaogeld eingesteckt ist und los geht's. Alex mit dem Roller und Kathi mit mir im Auto zur Schule. Wooooohooo, wir waren dieses Mal tatsächlich pünktlich! 

Um 8 Uhr winke ich zum Abschied, setze mich ins Auto und fahre erstmal einkaufen. Das Brot ist schon wieder alle. Natürlich wandern noch ein paar Teile mehr in den Einkaufswagen und auf dem Rückweg komme ich *hüstel* noch ganz zufällig an so zwei oder drei PokemonGo-Arenen vorbei. ;-)

Gegen 10 Uhr bin ich wieder zu Hause und stelle erstmal fest, dass Kathi am Morgen Recht hatte. Die Ameisen sind wieder da. Zum Glück dieses Mal noch vor der Haustür. Nur ein ganz vorwitziges Exemplar hatte schon wieder den Weg nach drinnen gefunden. Also habe ich sie nochmal bekämpft und bei der Gelegenheit auch noch direkt die Blumen im Vorgarten gegossen. 

Nun räume ich flott die Einkäufe aus, beantworte noch eine E-Mail, blättere kurz durch die Tageszeitung und muss dann auch schon wieder los, Kathi aus der Schule abholen, die geht nämlich heute nur bis halb 12. 

Zu Hause mache ich erstmal Mittagessen, es gibt Reibekuchen mit Apfelmus. Eine Stunde später kommt auch Alex nach Hause, wir essen gemeinsam sitzen gemeinsam am Tisch. Kathi haut mit viel Appetit rein, Alex mosert. Er mag angeblich neuerdings keine Reibekuchen und steigert sich da total rein. Zum Schluss isst er das Apfelmus und den Rest von Kathis übriggebliebenem Schulbrot. Tja. Jeder, wie er (nicht) mag halt. 

Nach dem Mittagessen werden die Hausaufgaben gemacht. Alex macht das ganz gewissenhaft, aber es gibt auch (freiwillige) Sternchenaufgaben. Die lässt er natürlich übrig. Kathi macht etwa die Hälfte, mit mehreren Ermahnungen zur Konzentration. Ich sitze daneben, aber zwischendurch klingelt das Telefon und als ich mit dem Gespräch fertig bin, hat Kathi ihre Sachen fein säuberlich eingepackt und erklärt, dass sie fertig sei. Die restliche Aufgabe sei ja zu schwer und die müsse sie dann nicht machen, hätte die Lehrerin gesagt. Ähem. Das glaube ich nun nicht, aber ich habe auch keine Lust zu diskutieren. Morgen ist in der Schule eh ein Ausflug geplant und vielleicht überlegt sie es sich bis morgen Nachmittag ja noch anders. [Die Hoffnung stirbt zuletzt]. Und wenn nicht, muss sie das mit der Lehrerin ausmachen. 

Inzwischen ist es halb drei. Die Sonne strahlt und ich erkläre den Kindern, wie müde ich bin. Dieses Mal kündige ich vorher an, dass ich gern jetzt eine Pause machen möchte. Die letzten Male liefen nämlich so ab: Die Kinder spielen schön. Es ist ruhig. Ich nutze den Moment und lege mich kurz aufs Sofa. Gerade eingenickt, kommt ein Kind angelaufen und will irgendwas. Waaaaah! Nun also mit Ankündigung. Das geht in etwa so: "Ich bin sehr müde. Damit ich für den Rest des Tages noch Energie habe, muss ich jetzt dringend eine Pause machen. Bitte stört mich dabei nur, wenn ihr euch ein Körperteil abgerissen habt oder das Haus um uns herum eingestürzt ist." Sie haben viel Verständnis und stören mich auch nur noch so zwei- oder dreimal mit ganz dringlichen Fragen ("Mamaaaa....?) und verschwinden dann tatsächlich für eine gute halbe Stunde nach draußen zum Spielen! Super!! 

Ein bisschen mit Energie aufgetankt koche ich mir um halb vier einen Kaffee und wir essen zusammen die Berliner Ballen, die ich morgens von meiner Einkaufstour mitgebracht habe. Kathi geht dann weiter fröhlich draußen mit Nachbarskindern spielen, Alex sitzt lieber in seinem Zimmer, liest und hört ein Hörspiel. So kann ich mich ans Bügelbrett verkrümeln und wenigstens ein paar Teile für die nächsten Tage bügeln und dann noch 3 Körbe Wäsche sortieren. Danach haben dann auch alle wieder frische Socken im Schrank. ;-)

Um kurz nach fünf fahren wir los, Alex hat Pfadfinderstunde. Kathi und ich fahren dann Richtung Bahnhof. Der Zug vom Papa verspätet sich aber, so dass wir uns erstmal ein Eis gönnen. Papa kommt dann dazu, isst auch noch ein Eis und wir drei zusammen holen Alex von den Pfadis wieder ab. Als wir zu Hause angekommen sind, gibt Kathi noch einen Wutanfall zum Besten. (Auslöser unbekannt. Auswirkungen: laut und angstrengend.)

Da die Pfadfinderstunde bis 19 Uhr geht und es mit Heimfahrt und Wutanfall eine Weile dauert, bis das Abendessen auf dem Tisch steht, ist es schon wieder fast acht, bis es für die Kinder Richtung Bett geht. Eigentlich sollen sie um 20 Uhr im Bett liegen, daber das gelingt uns in letzter Zeit häufig nicht (okay, Müdigkeit könnte ein Auslöser für einen Wutanfall sein). Wir sind alle reif für die Ferien!

Es schließt sich das Abendprogramm an - waschen, Zähneputzen, Schlafanzug anziehen, vorlesen, kuscheln, singen, schlafen. Für die Kinder. 

Um 21 Uhr sitzen wir Erwachsenen dann auf dem Sofa und unterhalten uns noch über den Tag und was so anliegt. Dann begibt der Papa sich wieder auf den Boden. Er hat seit gestern die alte Lego-Weltraumbahn dort ausgebreitet und sich zum Ziel gesetzt, sie wenigstens einmal komplett wieder aufzubauen. Da es total aufhält, einzelne Teile in der großen Kiste zu finden, wird das wohl auch noch ein paar Tage dauern. Ich räume in der Zeit noch schnell die Spülmaschine aus und bereite den Frühstückstisch für den nächsten Tag vor. Dabei läuft der Fernseher. Es geht um Politik. Wir unterhalten uns zwischendurch darüber, was da gesagt wird. Ich bin wirklich froh, dass wir da doch meist ziemlich ähnliche Ansichten haben (und wenn nicht, gut drüber reden können). Auch solchen Austausch finde ich wichtig! 

Der Mann wirft noch eine Maschine Wäsche an und zieht das Sonnendach wieder auf den Pavillon im Garten (für morgen sind >30°C angesagt) und ich bin um halb eins dann so müde, dass ich ins Bett gehe. Wieder viel zu spät (aber nicht ganz so spät wie am Tag zuvor). Noch ein bisschen Twitter-Timeline lesen, dabei fallen mir dann die Augen zu. Wann der Mann ins Bett gekommen ist, weiß ich gar nicht. Erstaunlich, mit wie wenig Schlaf er oft auskommt. Naja, er ist ja auch jünger als ich! ;-)