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Ein Wochenende am Biggesee - mit Ausflugstipps

von Mama
am 07.11.2018 10:57

Neulich waren wir für ein Wochenende im Sauerland. Wir hatten Glück mit herrlich-sonnigem Herbstwetter, auch wenn es morgens noch so neblig war, dass man den Biggesee nur erahnen konnte. Gegen Mittag klarte es immer auf und war dann wunderschön. 

Wir haben in der Jugendherberge am Biggesee übernachtet und von dort aus ein paar Ausflüge gemacht - Jugendherbergsfeeling in Doppelstockbetten! Speziell an diese Jugendherberge habe ich aber noch nostalgische Erinnerungen. Ich war als Kind bzw. Jugendliche mit dem Chor mal hier und kann mich noch an einige Begebenheiten sehr gut erinnern, z.B. wie wir mit ein paar Mädels die Lieder der legendären Housemartins nachgesungen haben, wie eine Freundin nachts im Schlaf redete und wir versucht haben, sie auszufragen, oder wie eine andere Mitsängerin abends im Schlafanzug herumhüpfte - die Hände in die Hosenbeine gesteckt, gestolpert, auf den Kopf gefallen - Gehirnerschütterung. Das haben wir aber lieber nicht nachgemacht!

An einem Tag haben wir uns in Attendorn die Tropfsteinhöhle angeschaut und im dortigen Restaurant leckere Wild-Burger gegessen, die mit hauseigenem Höhlenkäse belegt waren. Leider durfte man in der Höhle selbst nicht fotografieren, aber es war sehr eindrucksvoll, was wir dort alles für Naturschauspiele entdecken konnten und was für durch den die nette und interessante Höhlenführung erfahren haben - sowohl über die Jahrtausende alten Stalaktiten, Stalagmiten und Sinterfahnen, als auch darüber, dass neuerdings in dieser Höhle ein Höhlenkäse reift (den man auch im Shop nebenan kaufen kann).

Am nächsten Tag haben wir den Panorama-Park besucht. Der Mann und ich sind beide mehrfach als Kinder dort gewesen - unvergessen der "Rothaarblitz", eine Achterbahn, die durch künstliche Berge sauste. Wir hatten nur gehört, dass es den Panorama-Park "in dieser Form" nicht mehr gibt und haben uns aufgemacht, um uns mal anzuschauen, wie er sich denn verändert hat. 
Allem Voran - Pano gibt es immernoch - er singt aber nicht mehr! ;-) "Ich bin der Pano.....!" (Na, habt ihr jetzt auch einen Ohrwurm?)

Der Park hat die großen Fahrgeschäfte zurückgebaut. Eine Achterbahn gibt es nicht mehr - aber dafür unglaublich viele andere Dinge zu entdecken! Neben einem Streichelzoo mit Ziegen und einem großen Wildpark mit Mufflons, Hirschen und Rehen gibt es viele Attraktionen für Kinder. Die Sommerbobbahn "Fichtenflitzer" war der Hit bei den Kindern (während ich mein Gesicht in die Sonne gehalten und tatächlich im Oktober nochmal einen Sonnenbrand bekommen habe), sie waren kaum loszueisen mit dem Argument, es gäbe ja noch mehr zu sehen. Wir sind dann zunächst mit der Bimmelbahn von der Tal- zur Bergstation gefahren: die Fahrt führte uns durch das Wildgehege. Die Tiere wurden vom Fahrer gefüttert und kamen so wirklich ganz nah.

Im obenen Teil des Parks gibt es erneut viel zu entdecken, große Hüpfkissen, ein Kletter-Vulkan, ein großer Spielplatz mit Abenteuer-Burg und eine geniale Wasserrutsche. Für die Eltern gab es Kaffee mit Aussicht.<3

Ich lasse einfach mal ein paar Bilder für sich sprechen. 

Müde, aber glücklich sind wir an dem Abend in die Jugendherberge zurückgekehrt, haben dort zu Abend gegessen, noch einen Spieleabend im Familienzimmer gemacht und sind dann ins Bett geplumst. 

Am Sonntag, quasi schon auf dem Rückweg, haben wir noch beim Metabolon in Lindlar vorbeigeschaut. Meine Schwiegermutter hatte einen Bericht darüber gesehen und uns davon erzählt. Glücklicherweise lag es wirklich fast genau auf dem Weg. 

Das Metabolon ist eine ehemalige Müllhalde und wird auch rundherum noch weiter als Deponie betrieben, was man von ganz oben sehr gut beobachten kann. 
Als außerschulischer Lernort gibt es dort Angebote für Schulen und Kitas - warum nicht mal den nächsten Ausflug dorthin einplanen?

Wir waren nun aber privat dort und haben uns aufgemacht, den Berg zu erklimmen. Spannend gemacht wurde der Weg, der uns viele Treppenstufen hinauf führte, durch eine kleine Rallye. Den Fragebogen dazu findet man am Fuße des Berges und entdeckt dann in einigen der Mülltonnen, die den Weg flankieren, die Antworten zu den Fragen; es sind weitere Erklärungen zu lesen oder auch zu hören. Wir haben jedenfalls bis zum Ende durchgehalten und auch das Lösungswort richtig herausbekommen! Man kann den Bogen dann mit Adressdaten versehen und es gibt die Möglichkeit, eine Kleinigkeit zu gewinnen. 

Auf jeden Fall wurden wir oben mit einer grandiosen Aussicht belohnt! Man kann sich auf der großen Aussichtsplattform einfach in die Sonne setzen, die Umgebung beobachten, aber auch auf den dortigen Trampolinen herumhüpfen. Die eigentliche Attraktion ist aber eigentlich die große Teppich-Rutsche. Leider ist sie erst ab 14 Uhr geöffnet, wir waren allerdings schon früher da, so dass wir nach ausgiebigem Sonnenbad und Ausblick wieder herabgestiegen sind. Auf dem Weg gibt es noch eine große Schaukel, die zum Verweilen einlädt und wieder unten angekommen, sind wir noch in das dortige Bistro eingekehrt. Dort gibt es einfache, aber leckere Speisen in angenehmem Ambiente. Einziger Kritikpunkt: Nachdem wir gerade ganz viel über Recycling, Müllvermeidung und Umweltschutz gelernt hatten, bekamen wir hier das Wasser in einer Einmal-Plastikflasche und den Senf ebenfalls in Plastiktütchen serviert... das hätte man an einem solchen Standort anders lösen können (und sollen)! 

Draußen lädt noch ein Spielplatz um Herumtoben ein und plötzlich - wie schnell doch manchmal die Zeit vergeht - war es längst 14 Uhr und die Kinder wollten tatsächlich gerne nochmal den ganzen Berg hinauf, um die Rutsche auszuprobieren! Die beiden sind dann also mit dem Papa nochmal rauf, während ich unten in der Sonne noch einen Cappuccino genießen durfte. 

Ein rundum gelungener Ausflug, den ich jedem gern empfehlen würde! Bei klarem Wetter lohnt er sich auf jeden Fall auch im Herbst oder Winter, jedoch sollte man dann vorher schauen, zu welchen Zeiten das Bistro (und damit auch die Toilette) geöffnet hat. Die große Rutsche macht leider eine Winterpause vom 01.November bis zum 28. April.