muckich.

Was machst du eigentlich den ganzen Tag? Im November 2018

von Mama
am 06.11.2018 09:31

Puh! 

Fast ein ganzes Jahr habe ich nichts geschrieben hier, stelle ich gerade fest. Das liegt an vielen Gründen... weniger Zeit, turbulentes Familienleben, an vielen Ecken und Enden ist es gerade nicht ganz einfach. Wenn die richtige Zeit dafür gekommen ist, werde ich sicher darüber auch noch schreiben. Aber jetzt steige ich erstmal wieder mit dem Tagebuchbloggen ein - bei Frau Brüllen könnt ihr noch viele weitere Tagebuchbeiträge lesen, wie immer am 5. eines Monats. Dort steht auch nochmal genau erklärt, wie es geht. 

Wie war nun also mein oder unser Tag gestern?

Um 5.50 Uhr klingelt mein Wecker neuerdings. Ich habe, weil es morgens oft sehr schwierig ist, das jüngere der beiden Kinder aus dem Bett zu bekommen, meine Morgenroutine etwas vorverlegt. Sonst habe ich immer die Kinder geweckt und bin dann schnell duschen gegangen, in der Hoffnung, dass sie sich schon anziehen. Das klappt aber oft nicht, so dass ich jetzt vorher dusche und den Tisch decke, falls wir das noch nicht am Abend vorher vorbereitet haben. 

Gegen 6.30 Uhr versammeln sich alle am Frühstückstisch. Heute ist ausnahmsweise auch der Papa dabei, weil er seinen Homoffice-Tag hat. Sonst ist er um die Uhrzeit längst unterwegs zur Arbeit. Wir frühstücken zusammen, klären Organisatorisches, schicken Kinder Zähneputzen, packen Brotdosen ein. Das Übliche halt. Alex schaut nochmal ins Vokabelheft - heute wird ein Test geschrieben. Weil der Mann zu Hause ist, fahre ich Alex heute ausnahmsweise mit dem Auto zur Schule und der Papa schickt Kathi mit dem Roller auf den Weg. 

Ich habe um 09.30 Uhr einen Termin in meiner Kochschule und fahre schon etwas früher hin, um noch die Spülmaschine auszuräumen, die nach dem letzten Kochkurs noch gelaufen ist und setze schon mal Kaffee auf. Ja, wenn man sich mit mir geschäftlich trifft, gibt's auch frischen Kaffee ;-) Ich bin mit einem Weinhändler verabredet, der angefragt hat, ob er bei mir demnächst Kurse geben darf. Es war ein netter Termin - mal sehen, wie es weitergeht. 

Um kurz vor 11 Uhr düse ich wieder nach Hause, bereite der Tochter eine weitere Brotdose vor, koche Mittagessen und hole sie dann von der Schule ab. Da wir direkt im Anschluss einen Termin haben, wird die Zeit immer etwas knapp und sie darf im Auto etwas essen, damit ihr der Magen nicht auf dem Boden hängt. 

Um 13.30 Uhr sind wir wieder zu Hause, ich mache das vorbereitete Mittagessen warm und wir warten eigentlich nur noch auf Alex. Wir drei hungrigen Mäuler setzen uns dann schon mal an den Tisch und ich schreibe ihm eine Nachricht, in der ich frage, ob er gleich da ist. Da antwortet er, er würde jetzt losfahren... er hätte wohl getrödelt. Ooooookaaaaay, eine Stunde nach Schulschluss erst losfahren ist schon ganz schön sportlich getrödelt! Wir essen dann schon mal. Er muss dann halt später essen, als er um 14.45 Uhr dann auch endlich eintrudelt. 

Nun geht es an die Hausaufgaben. Kathi handelt sich noch eine Pause aus (kleiner Spoiler - sie hält sich später nicht an die Abmachung und weigert sich, zum vereinbarten Zeitpunkt anzufangen. Türen knallen... herrje). Alex setzt sich dran, hat aber einen echten Durchhänger, weil er so müde ist und es zieht sich ziemlich in die Länge. Eine Weile begleite ich ihn am Küchentisch, später geht er aber in sein Zimmer an den Schreibtisch, weil seine kleine Schwester nicht aufhört, ihn abzulenken. Ich beantworte schnell eine E-Mail. 

Um 18.30 Uhr fahre ich mit ihm los und bringe ihn zu den Pfadfindern. Als ich wieder zu Hause bin, hat auch der Mann Feierabend gemacht und bringt mich zum Elternabend an der Schule des Großen. Es geht um Latein - neben allgemeinen Informationen lernen wir, was die Kinder wirklich, wirklich lernen müssen ("Vokabeln, Vokabeln, Vokabeln..."), bekommen eine Einführung in die wichtisten Grammatikregeln und dürfen selbst ein paar Sätze übersetzen. NOCH kann ich folgen, auch wenn mein Lateinunterricht schon viiiiiele Jahre zurückliegt. Ich kann mich aber auch noch sehr gut daran erinnern, wie schwierig es werden kann und warte auf den Moment, in dem der Große mich abhängt.

Zum Glück kann eine Freundin mich mit nach Hause nehmen, denn der Mann musste ja in der Zwischenzeit Alex wieder abholen, Abendessen vorbereiten und Kathi hat dann doch noch die Hausaufgaben mit ihm erledigt... #seufz. 

Wir essen dann zu Abend, und während die Kinder sich bettfertig machen, schiebe ich noch schnell einen Rezeptbeitrag im Foodblog ein, den ich im letzten Jahr ebenso vernachlässigt habe, wie diesen hier. Aber der Grießkuchen war einfach zu lecker, um nicht aufgeschrieben zu werden. Der Mann kümmert sich darum, dass die Kinder sich auch wirklich fertig machen. Ich sorge dafür, dass diverse Socken (möglichst paarweise!) in der Wäsche landen, statt auf dem Boden herumzufliegen und sonst noch so allerlei Kleinkram.

Statt Gutenachtgeschichte liest Alex jetzt noch einen Text für die Schule, die letzte Hausaufgabe, die für morgen erledigt sein muss. Dann ist es auch schon wieder leider viel zu spät geworden und nach 21 Uhr sind die Kinder endlich im Bett. 

Ich räume noch den Tisch ab und lasse die rappelvolle Spülmaschine laufen, sonst haben wir morgen früh keine Teller für das Frühstück. Außerdem werden noch die Brotdosen für morgen vorbereitet, das spart am nächsten Morgen wertvolle Zeit. 

Dann versinke ich mit einem Glas Glühwein auf dem Sofa, rufe aber noch meine Eltern an, um Betreuungszeiten für diese Woche zu erfragen. Zum Glück haben sie für meinen Termin Zeit! Ich bin dafür so dankbar - ohne sie wäre alles viel schwieriger! Es ist wirklich Gold wert, die Großeltern in der Nähe wohnen zu haben - oder umgekehrt. ;-) 

Ich schaue dann die Nachrichten im WDR (Tagesschau würde ich zeitlich nie schaffen, die  Aktuelle Stunde um 21.45 Uhr klappt jedoch meist) und die anschließende Dokumentation über zwei Krankenschwestern und ihren Berufsalltag

Viel zu spät fällt mir ein, dass ich den Mann noch bitten wollte, mir neue Flyer zu drucken (Jaahaaa.. ich könnte das sicher auch, aber er ist viel flotter damit. Ich hätte sicher viel mehr Fehldrucke gehabt.) Er macht das tatsächlich noch für mich (danke!) und wir landen dann wieder viel zu spät im Bett, nach Mitternacht. Zum Einschlafen lese ich noch ein bisschen im Internet, schlafe dann aber darüber ein, bis mich an diesem Morgen der Wecker aus dem Schlaf reißt.